Pressespiegel 2008

Solinger Morgenpost vom 13. Dezember 2008

Gäste aus Russland beim Männerchor 1980

(wgü) Unter den vielen Kosakenchören ragt der Chor der Ural Kosaken durch lange Tradition heraus. Er hat in 80 Jahren Musikgeschichte geschrieben, Höhen und Tiefen erlebt. In der Stadtkirche am Fronhof stellte sich das Ensemble mit neun Sängern vor, die genau den Erwartungen entsprachen, die das zahlreiche Publikum wohl an einem solchen Chor hat. Tiefe, orgelnde Bässe und helle Tenorstimmen vereinigen sich zu einem Ensemble mit großem Volumen.

Zuerst zeigte der gastgebende Männerchor 1980 Solingen e. V. mit seinem Chorleiter Ralf Leßenich, auf welch hohem Niveau der Männerchorgesang in Solingen steht. Fein abgestufter Gesang, ausdrucksstark interpretiert (Eichendorffs Mondnacht) und in allen Stimmen gut besetzt – so singt einer der führenden Männerchöre der Klingenstadt!

Die Ural Kosaken setzten da erst einmal einen kräftigen Kontrast gegen, aber natürlich können auch diese Berufssänger ein elegantes Piano singen. Der erste Teil des Konzerts war den andächtigen Gesängen der russisch-orthodoxen Liturgie gewidmet, ihren Gebeten und Fürbitten. Nun sind diese geistlichen Werke nicht immer sehr melodienreich, das weiß der Kosakenchor und lockert den geistlichen Gesang mit Folklore auf, hat er doch unter seinen Sängern zwei brillante Instrumentalvirtuosen an der Geige und am Akkordeon.

Auch der zweite Teil des Konzertes wurde vom Männerchor 1980, diesmal mit Spirituals, eröffnet. Danach erfreuten die Ural Kosaken mit einer mitreißenden Hitparade der Folklore aus Russland und der Ukraine, sogar bis Ungarn führten die schönen Melodien. Natürlich sind die „Abendglocken“ im Repertoire des Kosakenchores, auch das „Einsame Glöckchen“ besingt ein Tenor im hohen Falsett.
Als am Ende beide Chöre sangen, löste sich die Begeisterung in einer stehenden Ovationen auf. Und ohne den Ohrwurm „Kalinka“ hätte das Publikum die Kirche sicher nicht verlassen.

 

Solinger Morgenpost vom 21. Oktober 2008

Leinen los für die Merscheider Sänger

(wgü) Heutzutage wird ein Chor nur Erfolg haben, wenn er sich für seine Auftritte etwas Besonderes einfallen lässt. Der Merscheider Männergesangverein hat das schon länger erkannt, bereits im vorigen Jahr lud der Chor sein Publikum zu einem Weinfest mit Gesang ein. In ihrem aktuellen Konzert nahmen die Merscheider das Publikum mit an die Waterkant. Der von Iris Leßenich liebevoll dekorierte Saal der Kirchengemeinde an der Mankhauser Straße war so gut wie ausverkauft, als Steuermann Stefan Wassermann die Gäste begrüßte. Gleich darauf übernahm Kapitän Ralf Leßenich das Kommando. Es gibt unter den Merscheider Sängern keine Leichtmatrosen, alle Stimmen sind gleichwertig besetzt. besonders erfreuten die couragierten Tenöre, auf die der Chor stolz sein kann. Die Bordcrew war unermüdlich um die Gäste besorgt. Es gab Bier aus dem hohen Norden, Rollmöpse reichlich und gratis. Bei den bekannten Seemannsliedern sang und schunkelte das Publikum bereitwillig mit, aber es erklangen nicht nur Shantys. Der Chor hatte speziell ein Programm mit Liedern über die Sehnsucht nach der Ferne einstudiert. Da ertönte von Rod Steward .Sailing“ und beim Evergreen „Ein Lied geht um die Welt“ war das Publikum mucksmäuschenstill.

Nicht mit Gold zu bezahlen
„Der Ralf ist noch nicht mit Gold zu bezahlen“. sagte ein Sänger über den Chorleiter, Ralf Leßenich war gleich in mehreren Funktionen zu erleben. Als Moderator plauderte er kurzweilig, als Tenor bestritt er auch gesanglich einen großen Teil des Konzertes. Solistisch wandelte Leßenich auf den Spuren von Hans Albers, besonders das stimmungsvolle Lied „Good bye Jonny“ löste Gänsehaut aus, umso größer war der Jubel am Ende. Bootsmann Rainer Hellmann ist ein Fan von Freddy Quinn, er sang „Heimweh nach St. Pauli“. Kein Shantykonzert ohne Schifferklavier. Heinz Köppchen bekam für sein Solo viel Applaus. Maria Blank war leider kein Solo vergönnt, dafür war die Pianistin aber den gesamten Abend eine zuverlässige Begleiterin für Chor und Solisten.

 

Solinger Tageblatt vom 20. Oktober 2008

Stimmung mit Shanty-Reise

Wir befinden uns auf der „MS Gloria et honor pro regulus Merscheid“ (Ruhm und Ehre dem Fürsten von Merscheid). So hat der Männergesangverein Merscheid das prachtvolle, wimpelgeschmückte Schiff getauft, in das Iris Leßenich den ausverkauften Gemeindesaal Mankhauser Straße am Samstagabend verwandelt hatte. Vom ersten Lied an nahm ihr Mann Ralf Leßenich den Chor und die Besucher dieses Jahr mit auf eine abenteuerliche Reise in die Welt der Shanty-Stücke, in der auch mal eine gute Portion Seemansgarn gesponnen werden durfte. Bei Rollmops und nordischem Bier stießen Gäste wie Sänger musikalisch auf die Reeperbahn, die Nordseewellen und „Biscaya“ an, das Akkordeon-Solist Heinz Köppchen vorstellte. Währenddessen verwandelte sich Dirigent Leßenich vom Seeräuber zurück in den Kapitän der an diesem Abend 34-köpfigen Mannschaft, um Debüt-Solist Rainer Hellmann das „Heimweh nach St. Pauli“ anstimmen zu lassen. Zuvor hatte er selbst bereits mit seiner klaren Tenorstimme unter anderem „La Paloma“ besungen. Unter erstmaliger Klavier-Begleitung von Maria Blank ließen sich die Freunde des Merscheider Chores dann immer wieder zum Mitsingen und -schunkeln hinreißen. So taten selbst kleine technische Pannen der guten Stimmung keinen Abbruch. Nach rund zwei Stunden vollem Programm sorgte schließlich das noch intensiver als zu Beginn intonierte „Sailing“ für Zugabenrufe, die die Sänger mehr als einmal beantworteten.

 

Solinger Morgenpost vom 14. Oktober 2008

Gesungene Mundart begeisterte

Von Wolfgang Günther
Der Saal im Bergischen Hof war bis auf den letzten Platz besetzt als „De Kallbacken“ in Schleifertracht die hübsch geschmückte Bühne betraten. Die 14 Sänger haben ihre Heimat im Merscheider Männergesangverein, seit den 1970er Jahren treten sie auch als Gruppe auf, die sich der Pflege der Solinger Mundart verschrieben hat. Dabei erklingen Lieder, deren Grundlage Texte bekannter Heimatdichter wie Heinz Weyersberg, Karl Ernst und Willi. P. Wegener sind. Aber auch Friedrich Eugen Engels, der Tenor des Bergischen Landes hat mit dem „Schlieperschjong“ einen Liedtext über die Arbeit in seiner Heimat verfasst, der von Karl Kemper vertont wurde.
Seit fünf Jahren leitet Ralf Leßenich die musikalischen Geschicke des Chors. Er hat mit seinen Sängern ein begeisterndes Repertoire erarbeitet, dazu weiß er humorvoll zu moderieren. Beim Konzert im Bergischen Hof erklangen häufig, mit Begleitung von Heinz Köppchen am Akkordeon, nicht nur die wehmütigen und oft verklärenden Loblieder auf vergangene Zeiten, es ging auch lustig zu. Zum Beispiel, als Manfred Kerp von seinem stetigen „Malheur“ sang. Die Lieder wechselten sich kurzweilig mit Wortbeiträgen ab. Mit dem Lied „De geplogten Ihemänner“ verhielten sich die Merscheider zwar nicht ganz so politisch korrekt, dafür waren die Pointen umso witziger.

Große Lacherfolge
Otto Rüttgers und Alfred Hamels sind seit der Gründung bei den „Kallbacken“, was auf Hochdeutsch soviel wie „Schwätzer“ bedeutet. Rüttgers, ein Merscheider Urgestein, erntete mit einem Wortvortrag über seinen Kampf mit einer Fliege wahre Lachstürme. Mit dem Auftritt des Belcanto-Quartett nahmen die Sänger sich selbst auf die Schippe, auch hier kam das Publikum aus dem Gelächter nicht mehr heraus wie schon zuvor beim Trio talentloser Handwerker.
Nach einer langen Pause kamen die Sänger in anderem Outfit zurück. Sie hatten zwar den Kotten mit dem Loblied auf den Lochbach, aber nicht ihre Merscheider Heimat verlassen. Und weil der Solinger zwar heimatverbunden aber auch Kosmopolit ist, ging die musikalische Reise nach Irland und Russland.
Danach wanderten die Sänger „Öwer siewen Bröcken“ und kamen so wieder nach Solingen zurück.
„Teheim es teheim“ hieß es in einem der Lieder am Abend, und dem konnten die begeisterten Zuhörer sicher nach diesen Darbietungen beipflichten.

 

Solinger Morgenpost vom 01. Juli 2008

Chorgesang für Stan und Olli

(bgl) Uwe Buchmann ist ein großer Fan der Filme von Stan Laurel und Oliver Hardy. Deshalb ist der Solinger Tenor auch regelmäßiger Gast im Laurel & Hardy Museum an der Locher Straße. „Und ich kenne den Uwe Buchmann auch schon ziemlich lange, da ich häufig seine Konzerte besuche“, sagt Museumsleiter Wolfgang Günther. Schnell waren sich die beiden einig, gemeinsam mit dem Männerchor 1980 Solingen ein Benefizkonzert zu organisieren. Am Sonntag wurde der Vorplatz des Museums zur Bühne des Chores.
Zahlreiche Neugierige fanden sich ein, um dem reichhaltigen musikalischen Repertoire des Chors zu lauschen. „Auf diese Weise wollen wir natürlich das Museum finanziell unterstützen. Aber auch der Chor hat was davon, denn ein Auftritt ist für die Herren sicherlich sehr viel nützlicher, als nur zu proben“, freut sich Günther. Unter der Leitung von Ralf Leßenich gaben die 80er ein buntes Potpopurri an Volks- und Unterhaltungsliedern zum Besten. Besonders wusste Uwe Buchmann zu begeistern, dessen Soloeinlage Soloeinlage zu lautstarkem Applaus verleitete. Sowohl in deutscher, als auch in englischer Sprache trugen die Männer in zwei jeweils halbstündigen Blöcken die Stücke auf. Zwar war der Eintritt frei, doch freute sich Wolfgang Günther über Spenden.
Auch für das leibliche Wohl der Gäste war gesorgt, denn belegte Brötchen, Kaffee und Kuchen standen zum Sommerkonzert der 80er bereit. Im Anschluss an das Benefizkonzert waren die Besucher aufgefordert, sich im Museum umzuschauen . Zudem wurden einige der beliebten „Dick und Doof“-Filme gezeigt. Zwar war der Auftritt des Männerchor 1980 Solingen das erste Benefizkonzert zu Gunsten des Laurel & Hardy Museums, doch wenn es nach Wolfgang Günther geht, dann soll es nicht das letzte sein: „Wir können uns selbstverständlich vorstellen, das auch andere Solinger Chöre sich mit so einer Aktion hier bei uns engagieren“, hofft der Museumsbetreiber auf auf weitere Unterstützung.

 

Solinger Morgenpost vom 05. März 2008

80-er begeisterten im Konzertsaal

Solingen (RP)

Im ausverkauften Konzertsaal präsentierte der Männerchor 1980 Solingen sein Opern- und Operettenkonzert. Für den stimmlichen Glanz sorgten die junge Sopranistin Kerstin Hegner, der Tenor Uwe Buchmann sowie der Bariton Wolfgang Krupp. Begleitet vom Düsseldorfer Salonorchester und dem einfühlsamen Thomas Giebisch am Flügel, boten Chor und Solisten ein Programm, das dem Titel „Faszination Klassik“ alle Ehre machte.
Chorleiter Ralf Lessenich meisterte die große Herausforderung mit Bravour und führte Chor, Orchester und Solisten souverän durch das Programm. Die „80er“ beeindruckten gleich zu Beginn mit den italienisch vorgetragenen Chören „Zitti Zitti“ sowie „Scorendo uniti remota via“ aus Rigoletto und setzten einen weiteren Akzent mit dem a-cappella gesungenen Chor „Hört ihn an!“ aus Hoffmanns Erzählungen.
Begeisterung riefen die Solisten hervor. Im Opernteil brillierte Kerstin Hegner nicht nur mit der „Gilda“ aus Rigoletto, sondern auch mit einem wahren Feuerwerk an Koloraturen im Lied der Puppe „Olympia“ aus „Hoffmanns Erzählungen“. Uwe Buchmann überzeugte unter anderem mit „Questa o quella“ aus Rigoletto und entfachte Bravorufe, als er das hohe „D“ als „Postillon von Lonjumeau“ lupenrein sang. Der Bariton Wolfgang Krupp zog das Publikum als bewegender Rigoletto in seinen Bann. Ein glanzvolles Traumpaar bildeten Kerstin Hegner und Uwe Buchmann in dem Duett „O soave fanculla“ aus der Oper La Boheme.
Im Operettenteil steigerte sich die Begeisterung. Bejubelt wurden Ausschnitte aus Carl Zellers „Der Vogelhändler“ wie „Grüßt Euch Gott“, „Ich bin die Christel von der Post“ „Wie mein Ahnl zwanzig Jahr“ Alle Dämme brachen, als Tenor und Bariton „Ich bin der Prodekan“ intonierten. Beim großen Finale der „Maske in Blau“, ein Potpourri nach der gleichnamigen Operette von Fred Raymond, zog Chorleiter Ralf Lessenich noch einmal alle Register und forderte Chor, Solisten und Orchester umjubelte Höchstleistungen ab. Erst nach vielen Zugaben und stehenden Ovationen entließ das Publikum die Gastgeber von „Faszination Klassik“.

 

Solinger Tageblatt vom 03. März 2008

Jubel für großartige Solisten
Männerchor 1980 Solingen mit wahrer Faszination

Es herrschte eine Hochstimmung, wie sie wahrlich nicht alltäglich ist! Opern- und Operettenseligkeit pur!
Ein Mammutprogramm bot der Männerchor 1980, Oper und Operette mit Spitzenkräften, dem zuverlässigen Thomas Giebisch am Flügel und dem Düsseldorfer Salonorchester als Begleiter. Auch der Chor mischte kräftig mit, die italienisch vorgetragenen Ausschnitte aus Rigoletto machten ihm gleich zu Beginn alle Ehre. Ralf Leßenich, Dirigent der „80er“, leitete souverän Chor und Orchester und verlangte allen Beteiligten wahre Höchleistungen ab.

Die größte Faszination aber ging von den Solisten aus. „Dass es so etwas in Solingen gibt!“, meinte ganz hingerissen eine Besucherin. Die Sopranistin Kerstin Hegner und Tenor Uwe Buchmann brillierten in dem herzerwärmenden Duett „O Du süßestes Mädchen“ (La Bohème). Doch auch solistisch wussten sie ihr Publikum zu begeistern. Kerstin Hegner gab eine anrührende Gilda und brillierte mit einem wahren Feuerwerk an Koloraturen im Lied der Puppe Olympia aus „Hoffmans Erzählungen“. Buchmann war der liebeskranke Hoffmann und feuerte als Postillion von Lonjumeau ein hohes „D“ in den Saal, das ihm erst einmal jemand nachsingen soll. Hörte man im Opernteil schon Bravos zuhauf, so brachen im zweiten Teil alle Dämme. Ausschnitte aus Zellers „Der Vogelhändler“ wurden bejubelt. Einen vollsaftigen Schweinefürsten – und zuvor einen bewegenden Rigoletto – erlebte man von Bariton Wolfgang Krupp. Mit dem Charme der großen Operettendiva sang Kerstin Hegner das Viljalied. Und welche Dame könnte Buchmanns „Dein ist mein ganzes Herz“ widerstehen?!

Das große Potpourri der „Maske in Blau“, nach der gleichnamigen Operette von Fred Raymond für Chor, Solisten und Orchester wurde zum wahren Feuerwerk. Die Zuhörer forderten Zugaben, die nicht lange auf sich warten ließen: Uwe Buchmann und Kerstin Hegner bedankten sich beim Publikum mit „Lippen Schweigen, s’flüstern Geigen“, Chor und Orchester entführten das begeisterte Publikum mit dem Fliegermarsch in die Lüfte, bevor als letzte Zugabe noch einmal „Libiamo“ erklang.