Pressespiegel 1999-2005

Solinger Tageblatt vom 19. Dezember 2005

Wohllaut mit Herz und Seele

Stöckener und ihre Solisten begeisterten im vollbesetzten Clemenssaal

(KG) Advent in Solingen ohne ein Weihnachtskonzert der „Stöckener“: kaum vorstellbar! Seit 15 Jahren ist das Konzert eine feste Einrichtung, und gestern drängten sich erneut die Besucher auf der Treppe zum Clemenssaal. Auch beim MGV Eintracht Rasspe Stöcken dominieren inzwischen die älteren Semester, doch unter ihrem Leiter Ralf Leßenich überzeugen die Sänger immer noch durch Klangfülle, Kultur und Sangesfreude. Sie waren von Beginn an mit Begeisterung und großer Konzentration bei der Sache. Chorsolist Rolf Dieter Böntgen bewies mit seinem Solo in Adams „Jerusalem“, dass man auch noch nach 60 aktiven Sängerjahren mit einem markanten Bariton aufwarten kann. Zunächst gab es geistliche Gesänge, deren Wirkung durch die einfühlsame Begleitung von Thomas Giebisch am Klavier noch verstärkt wurde.

Giebisch, der obendrein mit einem barocken Flötenallegro dem Konzert ein Glanzlicht aufsetzte, begleitete kompetent auch die beiden Gesangssolisten.

Der Romantiker Peter Cornelius, bekannt durch seine Oper „Der Barbier von Bagdad“, schuf eine Reihe wunderschöner Weihnachtslieder. Der Bassist Hans-Arthur Falkenrath sang sie, stimmlich eindrucksvoll bis in die tiefsten Lagen und mit bewegendem Ausdruck. Sehr gerne hörte man auch Julia Engelhardt zu. Die Mezzosopranistin brachte Russisches zu Gehör. Ihre schöne Stimme und ihr lebendiger Vortrag ließen die (vorher erläuterten) Inhalte trotz der fremden Sprache sehr lebendig werden.

Der Chor gefiel mit Weihnachtlichem wie dem delikat vorgetragenen „White Christmas“, den „Weihnachtsglocken“ von Sonnet und natürlich mit „Stille Nacht“, in das die Besucher einstimmten. Es gab viel Beifall und die „Stöckener“ freuten sich einmal mehr über ein gelungenes Konzert.

 

Solinger Tageblatt vom 04. Juli 2005

Opernnacht: Begeisterung im vollen Haus

(KG) Wagemutig veranstalteten die „Merscheider“ und die „Stöckener“ ein aufwendiges Opern- und Operettenkonzert und gewannen: ein volles Haus und wahre Begeisterungsstürme.

Ralf Leßenich, Leiter beider Chöre, hatte die rund 80 Sänger bestens eingestellt. Als Priester unter dem weisen Sarastro zelebrierten sie zu Beginn klangvoll die Chöre der Zauberflöte. Mit wohlklingendem Bass präsentierte Hans-Arthur Falkenrath den Sarastro und stieg ohne Mühe in die immensen Tiefen der Hallenarie hinab. Als sympathischer Moderator führte er kenntnisreich und mit viel Humor durch den Abend.

Seine Partner in Mozarts Märchenoper waren die Sopranistin Bianca Schatte und der Tenor Riccardo Tamura. Mit klarem Ausdruck und schönen Piani beeindruckte die Sängerin als Pamina. Der aus Brasilien stammende Tenor zeigte in der Bildnisarie ein hübsches Timbre und sichere Höhen. Als Begleitorchester auf vorzüglichem Niveau fungierte der Orchesterverein Solingen. Für den verhinderten Dirigenten Michael Forster sprang kompetent der vielseitige Michael Beck ein. Ausschnitte aus „Hoffmanns Erzählungen“ sowie ein Larghetto von Elgar und Griegs Landerkennung mit schönem Bass-Solo sorgten für Abwechslung im Programm. Riccardo Tamura glänzte im „Lied vom Kleinzack“, während sich der Chor mit spürbarer Freude der Studentenlieder in Luthers Keller annahm.

Nach der Pause leiteten Chor und Orchester mit dem Donauwalzer über in den Operettenteil. Hier war Bianca Schatte völlig in ihrem Element und erntete für ihre rassige Saffi (aus dem „Zigeunerbaron“) und das reizende „Draußen in Sievering“ rauschenden Beifall. Als „flotter Geist“ und mit einem italienisch gesungenen „Hab ein blaues Himmelbett“ aus „Giuditta““ von Franz Lehar machte auch Riccardo Tamura viele Punkte. Ein von Bassist und Chor vollsaftig dargebotenen „Ol‘ man river“ sollte das Konzert beschließen. Doch die begeisterten Theaterbesucher erzwangen mit Ovationen noch zwei Zugaben.

 

Solinger Tageblatt vom 20. Dezember 2004

„Wenn ich ein Glöcklein wär“

Großer Jubel für die „Stöckener“ und ihre Gäste

(KG) „Ausverkauft“ meldeten stolz die Anschläge und das Gedränge auf der Treppe zum Clemenssaal war gewaltig. Die Weihnachtskonzerte des MGV Eintracht Rasspe-Stöcken sind begehrt wie eh und je. Vielleicht liegt das auch an der familiären Atmosphäre, die nichts besser demonstrierte als ein fröhliches „Hallo Opa“ aus Kindermund beim Einzug der Sänger.
Die Stöckener unter ihrem langjährigen Leiter Ralf Leßenich bilden immer noch eine, auch zahlenmäßig, imposante Singgemeinschaft. Vielleicht ist die Dynamik ein wenig zurückgegangen, ihre Gesangskultur hat sich eher noch gesteigert.
Für sein im besten Sinne konservatives Weihnachtsprogramm hatte sich der Chor potente Unterstützung geholt. Da waren die Damen des Streichquartettes Puyn, die als Begleitensemble dem Chor ein wohlklingendes Fundament gaben. Am Klavier wirkte der vielfach bewährte Thomas Giebisch und Uwe Buchmann setzte mit seinem hellen, klaren Tenor der Veranstaltung besondere Glanzlichter auf.
Als hübsches Schmankerl erklang das Flötenquartett von Mozart, in dem Thomas Giebisch bewies, dass er auf der Flöte ebenso versiert ist wie auf dem Piano.
Besondere Höhepunkte ergaben sich aus dem Zusammenwirken aller Mitwirkenden. Wie sich im „Cantique pour Noel“ Buchmanns Tenor strahlend über Chor und Instrumente erhob, wurde zurecht bejubelt. Das unverzichtbare „Jerusalem“ erhielt sogar stehende Ovationen.
Die Stöckener boten zur Freude der Besucher ihr ganzes Spektrum vom geistlichen Lied wie „Ora pro nobis“ und „Ave Verum“ bis zum schlagerhaften „Weißer Winterwald“. Tradition ist es schon, dass die Besucher am Ende das „Stille Nacht, heilige Nacht“ mitsingen.

 

Solinger Tageblatt vom 24. Mai 2004

Den Frühling herbei gesungen

Die „Stöckener“ sangen sich mit mit einem fröhlichen, gut dargebotenen Konzert in die Herzen ihres zahlreichen Publikums.

Schöner kann man den Frühling nicht begrüßen: Der Männergesangverein „Eintracht Rasspe Stöcken“ widmete der schönen Jahreszeit ein ganzes Konzert, den „Stöckener Frühling“.

Der Kammermusiksaal des Theaters und Konzerthauses war am Sonntag Nachmittag rappelvoll: Viele Freunde des Männerchors hatten sich eingefunden, sich auf ein schönes Konzert gefreut. Und ihre Erwartungen wurden erfüllt. Der Männerchor sang sich unter der Leitung seines Dirigenten, Ralf Leßenich, so richtig in Fahrt und warm. Klassisch begannen die Grüße mit Schumanns „Frühlingsgruß“ oder Hans Pfeils „Still ruht die Welt“, Lieder, die eher verhalten gesungen wurden. Schon im ersten Teil steigerten sich die „Stöckener“ aber zu einem munteren Chor. „O du schöner Rosengarten“, das schwierige, sehr eindrucksvolle Liebeslied von Kurt Lissmann kam sehr eindringlich, Friedrich Gellerts „Wandern im Mai“ dagegen wurde energisch und mit Freude gesungen.

So richtig in Schwung kamen die Sänger nach der Pause mit Emil Krämers „Spielmann“ oder mit dem Lied von den „Zwei Hasen“. Ralf Leßenich hatte diese Lieder, wie auch das Wanderliederpotpourri mit viel Humor eingeübt, mit Exaktheit auch, und seine Stöckener gehorchten ihm und fanden, wie das heftig applaudierende Publikum, Freude an den Darbietungen, die sich bis in den letzten Winkel des Saals übertrug.

Als Solisten waren zwei Vollblut-Musiker engagiert: Thomas Giebich, der am Klavier begleitete und selbst mit den Variationen für Querflöte von Giulo Briccialdi glänzte, sowie Uwe Buchmann.

Der beliebte, junge Solinger Tenor begann zunächst etwas verhalten, als er Schubert sang, „Heideröslein“ oder das „Wandern“ gelangen aber trotzdem sehr eindrucksvoll. Er steigerte sich im zweiten Teil mit der Serenata von Toselli, der Mattinata von Leoncavallo, verlieh den Vorträgen Wärme, Schmelz und Stärke. So wurde er von Publikum mit herzlichstem Beifall und Bravo-Rufen verwöhnt.

 

 

Solinger Tageblatt vom 22.12.2003

Dem Nussknacker freche Flötentöne beigebracht


Viel Awechslung beim traditionellen Weihnachtskonzert der „Stöckener“

Von Klaus Günther
„Preis Dir, o Herr!“, mit diesem festlichen Gesang von Rudolf Desch begann der MGV Eintracht Rasspe Stöcken sei Konzert am Ende der Adventszeit, das in diesem Jahr bereits zum 14. Male stattfand. Die Jahre sind am Chor nicht spurlos vorübergegangen, doch auch in geringerer Zahl und im fortgeshrittenen Alter vermögen Dirigent und Sänger ihr Publikum zu begeistern. Im Clemenssaal war schon lange vor Beginn kaum ein Platz unbesetzt.

Mit der wuchtigen „Allmacht“ von Franz Schubert, mit weihnachtlichen Liedern und Ohrwürmern wie der „Petersburger Schlittenfahrt“ zeigten sie überzeugend ihr Leistungsvermögen. In der „Allmacht“ fiel zum ersten Mal der helle Sopran von Kerstin Hegner auf. Mit ihrer leichten, sehr angenehm timbrierten Stimme machte sie auch in ihren Solovorträgen einen vorzüglichen Eindruck. Aus den hübschen Weihnachtsliedern des Romantikers Peter Cornelius sang sie „Das Christkind“. Besonders stimmungsvoll und anrührend brachte sie „Marias Wiegenlied“ von Max Reger zu Gehör.

Ausgesprochen frech wirkten „Die frechen 13 and friends“ eigentlich nicht, schließlich macht das Christkind die Anzahl der Geschenke auch von gutem Verhalten in der Vorweihnachtszeit abhängig. Sehr lebendig wirkten sie aber schon. Es handelte sich bei ihnen um ein Blöckflötenensemble der Musikschule Solingen, das, unterstützt von zwei Celli, klassische und zeitgerechte Musik spielte. Der Leiter Hans Jürgen Engels, der schon Generationen Solinger Kinder die Flötentöne beigebracht hat, führte sie in Werken von Haydn und Mozart zu schönen Leistungen und bot mit dem „Nussknacker“ von Tschaikowski etwas Besonderes. Thomas Giebisch war der bewährte „Mann am Klavier“, während Chorleiter Ralf Leßenich mit Weihnachtsgeschichten für Stimmung sorgte. Langer und herzlicher Beifall!

 

 

Westdeutsche Zeitung 02.06.2003

Imposantes vom Don bis zur Wupper


Don Kosaken in Solingen / Gastgeber: der Männergesangverein Eintracht Rasspe Stöcken

Von Nina Knecht
Trotz des schönen Wetters war die Solinger Lutherkirche voll besetzt. Ein Konzert der besonderen Art hatte das Publikum angelockt: Der Männergesangverein Eintracht Rasspe Stöcken hatte die Don Kosaken eingeladen. Geistliche und weltliche Werke standen auf dem Programm, welches die beiden Chöre bestritten. Die Solinger Sänger unter Leitung von Ralf Leßenich eröffneten das Programm mit „Preis Dir, o‘ Herr“ von Dresch sowie Schubers und
Liszts „Die Allmacht“. Der Männerchor brachte saubersten Gesang in den anspruchsvollen Werken dar und überzeugte durch Kraft und Ausdrucksstärke.

Bei den Gästen handelte es sich um den kleinen Chor der Don Kosaken unter der Leitung von Diplomsänger Maxim Kowalew. Sieben ausgebildete und talentierte Herren unterschiedlichsten Alters bezauberten die Zuschauer mit brillantestem Gesang. In zwei Konzertteilen präsentierte der Chor geistliche und dann auch weltlichere A-capella-Werke. Ob in den flotten Weisen wie dem Begrüßungsgesang von Titov, in „Auf viele Jahre“ von Bortnijansij oder in Gounods „Ave Maria“: Die Künstler beherrschten engagiert und wunderschön jedes Forte und Piano. Ob Solo oder gemeinsam: Die Don Kosaken waren einfach ein stimmlicher Hochgenuss. Mit dem gemeinsamen „Amen“ und „Tebe Pojem“ traten beide Chöre auf imposante Weise zusammen auf. Das Programm wurde durch lebhafte und melancholische Weisen bereichert. Viele schöne Stimmen gestalteten ein wunderbares Konzerterlebnis!

 

Rheinische Post 02.06.2003

Konzertereignis mit prächtigen Stimmen

Die Stöckener präsentierten die Don Kosaken von Maxim Kowalew in der Lutherkirche

Von WOLFGANG GÜNTHER . Die Don Kosaken sind eigentlich an sich schon ein Begriff für russische Gesangskunst. Unvergesslich der Chor mit ihrem Leiter Serge Jarov, der aus kaum einem Fernsehprogramm der 60er Jahre wegzudenken war. Das Tournee Ensemble der Maxim Kowalew Don Kosaken das am Samstag Abend in der Lutherkirche gastierte, besteht aus acht Sängern, aber sie erreichen eine Wirkung wie ein mächtiger Chor. Den Anfang machte freilich der gastgebende MGV Rasspe/Stöcken.

Jeder Sänger ist auch ein Solist

Aleksander Sukharev ist der Dirigent der Kosaken. Er kündigte sakrale Lieder für den ersten Teil an, eine kurze Abstimmung und schon erfüllte kraftvoller, zugleich aber auch zarter Männergesang das weite Rund der Lutherkirche. Jeder dieser Sänger ist ein Solist, Wladimir Unitza beeindruckte mit einem hellen Tenor und einem hauchzarten Piano, die „Abendglocken“ sind sicher einer der Höhepunkte im Programm. Der urgewaltige Bass Fiodor Sevastianov stellte sich anschließend vor, und selbst ein so oft gehörtes Stück wie das „Ave Maria“ von Bach/Gounod begeisterte in dieser überwältigenden Interpretation. Der Leiter des Ensembles, Maxim Kowalew, stellte sich mit dem „Lied von den 12 Räubern“ vor.
Der Auftakt zum zweiten Teil war erneut an den „Stöckenern“. Immer wieder fällt bei diesem Chor die Qualität der Tenöre auf, der junge Chorleiter Ralf Lessenich singt selbst ein Solo und zwei Lieder mit den Don Kosaken gemeinsam gesungen, brachten die Zuhörer vollends aus dem Häuschen. Inzwischen hatten die Kosaken ihr strenge Kleidung gegen bunte Kittel getauscht, Aleksandr Vazhnik entpuppte sich als Akkordeon-Virtuose, und man konnte glauben: „Jetzt geht es erst richtig los“.

Eines schöner als das andere

Übermütige Folklore löste die getragenen Lieder des ersten Teils ab, ein Lied schöner als das andere, da erklangen die „Wolgaschlepper“, schnell wechselnde Rhythmen machten das ein wenig störende Mitklatschen etwas schwierig. „Das einsame Glöckchen“ war ein weiteres Solo des beeindruckenden Tenors Wladimir Unitza, Mitreißend war dieser Einblick in die russische Seele, die zwischen tiefer Melancholie und unbändiger Freude ihren Ausdruck findet. Wie ein Mann stand das Publikum auf und spendete begeisterten Beifall. Ein Lied hatte bisher gefehlt, natürlich kam dann als Zugabe „Kalinka“ und gemeinsam mit den „Stöckenern“ sang man auf Deutsch: „Guten Abend-Gut Nacht“. Der Beifall wollte nicht enden, er galt sicher den Sängern, war aber ausdrücklich auch zu einem kleinen Teil den Organisatoren gewidmet, die ein solch sängerisches Ereignis auf die Beine gestellt hatten.

 

Solinger Tageblatt vom 23. Mai 2003

Webers Freifisch und die kleine Nachtforelle
Tierisches Konzert des Merscheider Männergesangvereins

(von Nina Knecht)
Eine fröhliche Tierschau in Wort und Musik bekam das Publikum im Saal des evangelischen Gemeindehauses Ohligs präsentiert. Der Merscheider Männergesangverein 1861 e.V. unter der Leitung von Ralf Leßenich hatte sich Werke bekannter Komponisten mit tierischem Inhalt ausgesucht. Zunächst lustwandelten die Sänger mit „Kloster Grabow“ und besangen dann „Die launige Forelle“ von Franz Schöggl in allen Variationen: als Mozarts kleine Nachtforelle, als Webers Freifisch oder als Wiener-Walzer-Forelle bis hin zur Rhapsodie-Forelle von Franz Liszt. Dieses Werk zog sich durch das gesamte Programm. Das Ur-Forellen-Thema wird hierbei immer wieder durch berühmte klassische Meldodien abgewandelt.

Das Krokodil und das elektrische Akkordeon

Die Zuschauer hatten viel zu schmunzeln und bekamen einen musikalischen Genuss geboten. Die Herren sangen tadellos und klangschön und wurden souverän von Thomas Giebisch auf dem Flügel begleitet. Chorleiter Ralf Leßenich heiterte das Publikum zwischendurch noch mit kleinen Anekdoten und dem Sprechgesang „Das Krokodil“ oder „Sabine, die Biene“ auf. Ein schönes Gegenstück zum Gesang bildeten die Akkordemiker aus Wülfrath, geleitet von Ulrich Chuddoba.
Das Schlagzeug, Bass und den akkordeonähnlichen aber an den Strom angeschlossenen Elektronium-Instrumenten bestehende Orchester, begeisterte mit einem sehr besonderen Klnag und den Stücken wie „Pink Panther“ oder den „Nachteulen“. Die virtuosen Akkordeniker begleiteten den Chor zum Abschluss noch zu Walther Schneiders Musical „Phantastische Abenteuer des Don Quijote“. Ein wirklich tierisch gutes Konzert!

 

Solinger Tageblatt vom 23. Dezember 2002

Festliches mit rhytmischem Schwung
„Die Stöckener“ mit den „Moccatässchen“ und dem Tenor Uwe Buchmann im vollen Clemenssaal

(KG) Auf das Publikum der „Stöckener“ ist Verlass! Auch in diesem Jahr waren die Karten im Nu vergriffen. Der Männerchor lässt sich aber auch stets etwas Neues einfallen, um im Advent seine Anhänger zu erfreuen.
In diesem Jahr war das Salonorchester „Moccatässchen“ zu Gast, dessen Leiter, Thomas Giebisch, sich zudem als kompetenter Begleiter am Klavier bestätigte. In Ralf Leßenich haben die „Stöckener“ einen wahrhaft befeuernden Dirigenten. Deshalb kam bereits bei dem einleitenden Spirituals Stimmung auf, beim rhythmischen Impetus von „Ride the chariot“, einem Lied der Sklaven auf den Baumwollfeldern, und beim Crescendo von „Jacobs Ladder“, das am Ende als Zugabe sogar noch besser gelang. Die unmittelbare Freude des Chors am Singen riss die Zuhörer immer wieder mit. Beeindruckend klangen die Ausschnitte aus der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert, liebevoll der Zyklus von Weihnachtsliedern.
Heiter und taktfest spielte das Ensemble „Moccatässchen“ „La Pastorella“ von Vivaldi, Hirtenmusik, die in dieser Zeit ja auch stets Weihnachtsmusik ist. Auch mit einem Quintett des Bachsohnes Johann Christian wussten sie zu gefallen.
Solist des Abends war der Tenor Uwe Buchmann, der aus dem Chor hervorgegangen ist. Er führte sich mit dem auch von Caruso gern gesungenen „Pieta Senore“ bestens ein und begeisterte die Zuhörer auch mit seinen weiteren Vorträgen, darunter das unvermeidliche „Jerusalem“. Buchmanns Stimme hat an Volumen und Tiefe gewonnen und ihren schönen Höhenglanz behalten.
Nach zwei Zugaben entließ der Chor ein dankbares Publikum in die Feiertage.

 

 

Solinger Morgenpost vom 17. Dezember 2002

Vom Tannenbaum bis Jersulam gesungen

Mehr als 600 Zuhörer kamen in die Kirche St. Mariä Empfängnis nach Merscheid zum Weihnachtskonzert

von Bastian Glumm
Über mangelnden Zuspruch konnte man sich in der St. Mariä Empfängnis Kirche an der Eifelstraße in Merscheid nicht beklagen. Denn mit über 600 Besuchern waren die Bänke des Kirchenschiffs bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Merscheider Chöre luden zur alljährlichen Gemeinschaftsveranstaltung ein und sangen zur Advents- und Weihnachtszeit.

Gleich zu Beginn sorge der Merscheider Männergesangverein 1861 mit seinem Auftritt von „Herr, deine Güte reicht so weit“ für eine andächtige Atmosphäre. Unterstützt wurden die 40 Sänger, die durch ungeheuer voluminöse Gesangsdarbeitungen glänzten, von Uwe Buchmann, der als Tenor und solist brillierte. Teilweise wurden Stücke von Rena Schlemper und Frank Pohl an der Orgel begleitet.

Vom Tannenbaum sangen die Damen vom Frauensingkreis Merscheid und mehrfach mussten die Zuhörer mit ihrem Applaus zurückhalten, da diese gebeten wurden, jeweils nur nach den einzelnen Vorstellungsblöcken zu klatschen. Dafür taen sie das dann um so lauter, nicht zuletzt weil Kristina Strack und Julia Homanner als Soprane mit dem Lied „Ich harrete des Herrn“ eine bravouröse Einzelvorstellung gaben. Die Mundart-Gesanggruppe „De Kallbacken“ sorgten mit ihren Gesängen „Chreßdag em Schnii“ und „Chreßdag Owend“ auf Solinger Platt für eine zusätzliche Nuance.

Traditionell war der Eintritt frei, aber Spenden wurden in diesem Jahr für den Verein Palliatives Hospitz Solingen (PHoS) gesammelt. Hans Opherden, Schriftführer des Merscheider Männergesangverein, legt großen Wert darauf, daß alle auftretenden Künstler ohne Gage auftraten: „Alle Chöre setzen sich aussschließlich aus Ehrenamtlichen zusammen und wir haben keinerlei Auswärtige nach Solingen geholt. Der Merscheider Chorabend, der im jährlichen Wechsel jeweils mit der evangelischen und katholischen Kirche Merscheid stattfindet, erfreut sich großer Beliebtheit. „Vor allem durch Hörensagen verbreitete sich die Bekanntheit unserer Veranstaltung“, erzählte Opherden.

 

Solinger Tageblatt vom 13. Mai 2002

Vom tiefen bis zum hohen C


Günter Wewel bot im Theater beste Unterhaltung, unterstützt vom Solinger Tenor Uwe Buchmann und den Stöckenern

(KG) „Jerusalem“, das dankbare Werk für Männerchor und einem Solisten, erklang gleich zweimal vor dem begeisterten Publikum im gut besuchten Stadttheater. Den Solopart sang mit seiner markanten Stimme Bassist und Fernsehstar Günter Wewel. Dank der Mithilfe der Stadt-Sparkasse konnte er als Stargast für das sonntägliche Nachmittagskonzert gewonnen werden.
Mit seiner geschliffenen und humorvollen Moderation nahm er die Anwesenden gleich für sich ein und präsentierte sich auch als Sänger in bester Verfassung. Von Heinz Panzer am Flügel einfühlsam begleitet, zeigte er als trinkfreudiger Falstaff, als gekränkter Oberst Ollendorf (Der Bettelstudent) und in volkstümlichen Liedern die ganze Bandbreite seines Repertoires. Besonderen Effekt erzielte er durch seine ausladende tiefe Lage, etwa in Ol‘ Man River von Jerome Kern, gemeinsam mit den Stöckenern vorgetragen. Eines Mikrofons hätte es da nicht bedurft.
Als Chor wirkten „Die Stöckcner“ mit. Was mich an ihnen immer wieder fasziniert, ist die unmittelbare Freude am Singen, die sie ausstrahlen. Unter der bfeuernden Leitung von Ralf Leßenich sagen sie überdies klangschön und differenziert und boten den beiden Solisten beste Unterstützung.
Denn neben dem souveränen Günter Wewel bot der Solinger Tenor Uwe Buchmann wohl die größte Überraschung des Nachmittags. Sicher und selbstbewusst setzte er mit seiner Interpretation der Ballade vom Klein Zack aus „Hoffmanns Erzählungen“ zusammen mit dem Chor einen zu Recht bejubelten, ersten Höhepunkt. Er krönte seine Leistung mit dem Vortrag des „Postillonliedes“, abgeschlossen mit einem glanzvollen hohen „D“.
Die Stöckener zeigten sich in ihren Liedern (übrigens gänzlich auswendig gesungen) ganz aktuell. Sie erfreuten mit „Wandern im Mai“ und „Aprillsnarr“ passte zumindest zum Wetter. Viel Beifall! Die Konzertbesucher hätten auch nach zwei „Jerusalems“ gerne noch mehr gehört.

 

Solinger Morgenpost vom 21. November 2000

Viel Beifall für „Eintracht“


Der Männerchor „Eintracht“ Rasspe Stöcken feierte mit einem stimmungsvollen Konzert sein Doppeljubiläum – Chorleiter auch Sänger!

(Brigitte Baden) Der MGV „Eintracht“ Rasspe Stöcken 1890, entstanden durch den Zusammenschluß des MGV Eintracht Stöcken 1890 und dem Werkschor der Firma Rasspe, hatte gleich zwei Gründe zum Feiern. Einmal sein 110-jähriges Bestehen und seinen Chorleiter, Ralf Leßenich, der seit zehn Jahren dem Chor vorsteht.
Mitfeiern konnten die vielen Gäste, die zu einem Konzert in den bis auf den letzten Platz gefüllten Clemenssaal gekommen waren. Gern gehört und gern gesungen, stand als Motto für eine gelungene, kurzweilige Mischung von Gesangsbeiträgen, die für jeden Besucher etwas bot.
Souverän führte der Chorleiter durch das Programm, verhehlte nicht, dass es bei aller Freude am Gesang auch Stunden der Trauer gegeben hat. Dem Gedenken verstorbener Sangesbrüder in den vergangenen zehn Jahren war dann eine Reihe von Gesangsdarbietungen gewidmet, die mit dem „Schäfers Sonntagslied“ eröffnet wurde. In typischer Männerchor-Manier brachten die Stöckener das Lieblingslied des jeweiligen Sangesbruder zu Gehör. Mit „Moon-River“ und „Somewhere“ war der Chorleiter selbst zu hören, der an diesem Abend seine Vielfältigkeit auch als Sänger unter Beweis stellte. Seine Darbeitung der „Puppenhochzeit“ und „In der Bar zum Krokodil“ ließ seine, wie er ausdrückte, Leidenschaft an den legendären Comedian Harmonists erkennen.

Mitreißend waren die „Phantastischen Abenteuer des Don Quijote“. Das bei Ritterschlag und Heldenträumen den Akteuren das Singen besonders viel Spaß bereitet hat, war unschwer zu spüren und verführte spätestens in der „Arena Saragossa“ zum Mitklatschen bei den begeisterten Zuhörern.

Unterstützung fanden die Chorsänger und Solisten durch die hervorragende Klavierbegleitung von Thomas Giebisch sowie Markus Kreuder am Schlagzeug und Ralf Schusbzierra am Bass. Es passte einfach zusammen: Die Solopartie des Vorsitzenden des Chors, Rolf Dieter Böntgen aus „Die Legende der zwölf Räuber“ und „Halleluja“ und das Zusammenspiel von Andreas Stephan und Gastsänger Michael Beck in „Go down, Moses“.

Lobende Worte für die Leistung des Chors fand Kreis-Sängervereinigungsvorsitzender Manfred Brenner. Das Singen zu Solingen gehört, stellte auch Bürgermeister Bernd Kurzrock fest und überbrachte einen Glückwunsch zum Jubiläum an einen Chor, der Dank seines Chorleiters jung geblieben ist.

 

Solinger Tageblatt vom 18. Oktober 1999

Schauer über den Rücken

(von Katja Buchmüller) Nur wenige Glückliche konnten gestern an der Abendkasse Restkarten für das Konzert des weltweit bekannten Schwarzmeer-Kosaken-Chores in der katholischen Kirche Merscheid ergattern. Unter der Mitwirkung des Merscheider Männergesangvereins und des Löhdorfer Männerchores sang das Ensemble vor ausverkauftem Haus.
Freunden anspruchsvoller Chormusik bot sich eine sehr harmonische Vorstellung, wobei das Gemeinschaftsprojekt der beiden Merscheider Chöre unter der Leitung von Gereon Bürling und Ralf Leßenich einen beeindruckenden Rahmen zu den Stücken des Kosaken-Chores bildete. Vor sonnendurchströmten Fenstern füllten die Solinger Sänger die gesamte Front der Merscheider Kirche und jagten den Zuhörern mit warmen Klängen kalte Schauer über den Rücken.
Der Auftrittsapplaus der über sechshundert Zuschauer, der den Schwarmeer-Kosaken-Chor unter der Gesamtleitung von Peter Orloff dann im Anschluß empfing, zeigte klar, das diesem Ensemble sein Ruf bereits vorauseilt. Zwar waren die Sänger nicht von jedem Platz aus gut zu erkennen, doch das störte niemanden, hatten viele doch ohnehin die Augen andächtig geschlossen. Kraftvolle Stimmen, virtous beherrscht und zu einem ausdruckstarken Instrument geformt, füllten den gesamten Kirchenraum und ließen den Geist des alten Russlands wieder aufleben. Das klassische Programm, mit einem sakaralen russisch-orthodoxer Lieder und dem traditionellen Teil russischer Volksleider, ließ das Publikum die Sehnsucht der Sänger spüren, die Sehnsucht nach Gott und nach Freiheit der russischen Steppe. Das abschließende, von allen Chören gemeinsam gesungene „Amazing Grace“ entließ nach über zwei Stunden ein sichtlich bewegtes Pubikum aus einem tollen Konzert.

 

Solinger Tageblatt vom 05. Juni 1999

Vom Ehrenabend hinauf in die Rocky Mountains

Ein kleiner, aber sehr feiner Chor: Seit fast fünfzehn Jahren singen die „Vier Sing-Phoniker“ zusammen.

(crm) Was zunächst ganz harmlos als Kurveneinlage für einen der jährlichen Ehrenabende des Solinger Männerchors Eintracht Kotten begonnen hatte, entwik-
kelte schon bald ein dynamisches Eigenleben, das bis hinauf in die Rocky Mountains führte. Von wem ist die Rede? Von den „Vier Sing-Phonikern“.

Ralf Leßenich (erster Tenor), Ulrich Renner (zweiter Tenor), Wilfried Hess (Bariton) und Hans-Georg Plödt (Baß) fanden sich zum Männerquartett auf besagtem Ehrenabend vor nunmehr fast fünfzahn Jahren zusammen – und blieben es.

Damals sollte eigentlich die Barbershop-Musik den Schwerpunkt bilden. Aber musikalische Naturen lassen sich nicht festlegen. So gehören heute auch die Klassiker der Gesangsliteratur zum Programm: Silcher, Schubert, Mendelssohn oder Brahms. Und auch zeitgenössische Literatur wird gern gesungen. Etwa das Chorwerk „Das Feuerzeug“, eigens für die Sing-Phoniker geschrieben.

Vielfältig sind die Aktivitäten des Vier-Mann-Chors: Er singt auf Konzerten, Veranstaltungen der Kreissängervereinigung oder des Oberbürgermeisters. Im Rundfunk waren die Sänger bereits zu hören, und sie fungierten als Mitveranstalter des Konzerts der „Kings Singers“ in Solingen.

Absoluter Höhepunkt für die vier Sänger in ihrer gemeinsamen Karriere war 1994 eine mehrwöchige Konzertreise in den Westen Kanadas. Hier waren sie vom dortigen Prärie-Sängerbund zum großen Sängerbundfest der kanadischen deutschsprachigen Chöre nach Calgary eingeladen worden.

Nach diesem, von fünfzehn Chören gestalteten Sängerfest ging es auf die 4000 Kilometer lange Konzertrundreise durch Kanada.

Neben den menschlichen und musikalischen Erlebnissen hat vor allem auch die Natur einen ganz besonderen Eindruck auf die Sänger und ihre Frauen gemacht: die großartige, erhabene Landschaft der Rocky Mountains, ein Erlebnis, von dem die Sing-Phoniker noch lange zehren werden.